50 Jahre Schießabteilung St. Anna Telgte – 1960 bis 2010
Seit 1960 ist die Schießabteilung ein Teil der St. Anna Bruderschaft Telgte. Auf dieser Seite möchten wir die Geschichte unserer Schießabteilung bewahren und an die Menschen, Ereignisse und Entwicklungen erinnern, die sie über viele Jahrzehnte geprägt haben.
Grundlage dieser Chronik ist unter anderem die Festschrift, die anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Schießabteilung im Jahr 2010 entstanden ist.
1960 – Die Gründung der Schießabteilung
Im Januar 1960 beschloss der Vorstand der St. Anna Bruderschaft Telgte während einer Versammlung die Gründung einer eigenen Schießabteilung. Mit den Vorbereitungen wurden Armin Ellebracht, Konrad Bleise und Alfons Jürgens betraut.
Bereits am 24. Januar 1960 fand im damaligen Hotel Althaus – dem heutigen „Am Kamin“ – das erste Schießtraining mit elf Schützen statt. Die Bedingungen waren zunächst denkbar einfach: Zwei Tische wurden kurzerhand umgedreht, eine Seilzuganlage für die Scheiben gab es noch nicht, und für das Training stand lediglich ein Gewehr zur Verfügung. Dieses von Rudi Hirsch geliehene Gewehr trug liebevoll den Spitznamen „Spatzenbüchse“.
Später wurde der Schießbetrieb aufgrund der örtlichen Verhältnisse in die Gaststätte Osthues-Brandhove verlegt. In dieser Zeit erhielt die junge Schießabteilung auch ihr erstes Gewehr mit Diopter. Ende März 1960 hatten bereits einige Schützen ihre ersten Leistungsabzeichen erworben – im Laufe des Jahres wurden insgesamt 100 Leistungsabzeichen ausgegeben.
Am 15. Mai 1960 fanden die ersten Vereinsmeisterschaften statt. Alfons Jürgens wurde mit 134 Ringen der erste Vereinsmeister in der Geschichte der Schießabteilung.
Schon im Gründungsjahr stellten sich auch die ersten sportlichen Erfolge ein. Die Schießabteilung nahm erstmals am Siegertreppchen teil und startete in der Bezirksliga. Bei den Diözesanmeisterschaften am 17. Juli 1960 qualifizierten sich die Schützen für die Bundesmeisterschaft in Kreuzweingarten. Dort gelang Hans Hotte, Alfons Jürgens, Konrad Bleise und Alois Bleise in der Juniorenklasse gleich beim ersten Anlauf der Gewinn der Bundesmeisterschaft.


1961–1972 – Erfolge, Veränderungen und schwierige Jahre
Bereits im zweiten Jahr ihres Bestehens entwickelte sich die Schießabteilung sportlich weiter. Am 27. April 1961 zog der Verein auf einen neuen Schießstand in der Gaststätte Rumphorst um.
Nur wenige Wochen später, am 11. Juni 1961, errangen gleich drei Mannschaften den Titel des Bezirksmeisters: die Jungschützen mit 443 Ringen, die Junioren mit 514 Ringen und die Schützen mit 499 Ringen. Auch bei den Diözesanmeisterschaften am 23. Juli 1961 waren die Schützen mit 1.017 Ringen und die Junioren mit 1.024 Ringen erfolgreich. Bei den Bundesmeisterschaften am 3. September 1961 erreichten die Junioren mit 1.041 Ringen den zweiten Platz. Wenige Tage später, am 9. September, wurde bereits das dritte Luftgewehr für den Verein angeschafft.
1962 wurde das Quartalschießen eingeführt. Es bestand aus zehn Wettkämpfen mit jeweils 30 Schuss, verteilt auf drei Monate. Bei den Bezirksmeisterschaften am 13. Mai 1962 errangen die Schützen fünf Titel. Bei den anschließenden Bundesmeisterschaften im Kleinkaliberschießen gelang den Junioren schließlich ein erster Platz.
Für 1963 nennt die Festschrift auch die damalige Leitung der Schießabteilung: Armin Ellebracht war 1. Vorsitzender, Hans Hotte 2. Vorsitzender, Manfred Hotte Schriftführer, Rudi Hirsch Kassierer, Alfons Jürgens Schießmeister und Heinz Jürgens Waffenwart.
1965 wurden erstmals die Stadtmeisterschaften der Stadt Telgte ausgetragen. Für Alfons Jürgens war dies ein besonderes Jahr: Kurz vor dem Wettkampf war er Vater geworden und anschließend gelang ihm auch noch der Gewinn des Stadtmeistertitels.
Am 7. April 1967 wurden die Vereinsmeisterschaften erstmals bei Pohlmeier-Bracht ausgetragen. Dort befand sich der Schießstand anschließend bis 1991. Einen weiteren besonderen Erfolg gab es am 27. Oktober 1968 in Münster: Beim erstmals ausgetragenen „Hans-Holle-Pokalschießen“ gewann die Mannschaft der Schießabteilung St. Anna die begehrte Trophäe.
1969 schlossen sich noch einige sportliche Erfolge an. Gleichzeitig wurde es aufgrund der geringen Zahl aktiver Schützen zunehmend schwieriger, Mannschaften zu bilden. Einen schweren Einschnitt brachte der 20. April 1971, als Alfons Jürgens verstarb. Danach wurde es ruhiger in der Schießabteilung. Eine Mannschaft setzte den Schießbetrieb zwar fort, für diese Zeit wurden jedoch kaum Unterlagen zusammengestellt.
Zum neuen Schießmeister wurde Rudi Hirsch gewählt. Bei den Rundenwettkämpfen 1971/72 konnten schließlich erstmals wieder zwei Mannschaften teilnehmen.
1972–1979 – Die Schießabteilung wächst wieder
Am 9. Mai 1972 richtete die Schießabteilung erstmals ein Stadtpokalschießen aus. Unter 14 teilnehmenden Mannschaften belegte St. Anna den fünften Platz. 1973 musste die erste Mannschaft zwar aus der Diözesanklasse absteigen, doch insgesamt ging es mit der Schießabteilung langsam wieder bergauf. Durch Unterstützung des Vereins konnten die Schützen in diesem Jahr auch am Kleinkalibertraining in Münster teilnehmen.
Erfreulich war vor allem die Entwicklung des Nachwuchses: Die ersten Jugendlichen wurden als Mitglieder aufgenommen. Werner Könning erhielt für seine Leistung bei den Bezirksmeisterschaften mit 135 Ringen die goldene Spange des Zentral-Verbandes.
Nach dem Abstieg der ersten Mannschaft 1974 bestand die Schießabteilung im Jahr 1975 wieder aus 15 aktiven Schützen, die sich auf Schützen-, Jungschützen- und Damenklasse verteilten. Bei den Bezirksmeisterschaften am 20. April 1975 erreichte die Schützenklasse den zweiten und die Jungschützenklasse den dritten Platz. Die Altersklasse wurde erstmals Bezirksmeister. Beim Stadtpokalschießen belegte St. Anna mit 1.006 Ringen den zweiten Platz hinter Westbevern-Vadrup.
Einen besonderen Erfolg gab es am 25. Oktober 1975 beim ersten Pokalschießen des Verbandes Telgter Schützengesellschaften im Kolpingsaal: Die Schießabteilung St. Anna gewann den Wettbewerb und belegte den ersten Platz.
1976 entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Jahre in der bisherigen Geschichte der Schießabteilung. Die erste Mannschaft wurde Meister der Bereichsklasse und stieg wieder in die Diözesanklasse auf. Auch die zweite und dritte Mannschaft konnten ihre jeweiligen Klassen gewinnen und aufsteigen. Christa Uhlenkamp, das erste weibliche Mitglied der Schießabteilung, wurde Bezirksmeisterin in der Damenklasse A. Berni Busalski siegte in der Altersklasse und Fritz Lamping in der Seniorenklasse.
Am 26. Juni 1976 fand erstmals seit längerer Zeit wieder eine ordentliche Generalversammlung statt, an der 22 aktive Schützen teilnahmen. Auch beim Trainingsbetrieb wurden neue Rekordzahlen erreicht: In diesem Jahr wurden 100.000 Kugeln und 70.000 Scheiben verbraucht.
1977 konnte die Schießabteilung beim Gründerpokalschießen, Stadtpokalschießen und Verbandspokalschießen jeweils den ersten Platz erringen.
Auf der Generalversammlung 1978 wurde schließlich der Grundstock für das bis heute bekannte Wanderpokalschießen der Schießabteilung gelegt. Jeder Schütze hatte dafür zwischen April und September sechs Wettkämpfe zu absolvieren. Am 5. Oktober 1978 nahm erstmals eine Mannschaft am „Franz-Dumbeck-Senioren-Gedächtnis-Pokalschießen“ teil.
Am 26. Januar 1979 wurde auf der Generalversammlung bei Rudi Hirsch bereits ein Vergnügungsausschuss für das bevorstehende 20-jährige Jubiläum 1980 gewählt. Ihm gehörten Berni Busalski und Werner Könning an. Im selben Jahr verstärkten Dagmar Plagge, Elfriede Plagge und Eva Maria Busalski die Damen der Schießabteilung.
1980–1982 – Jubiläum und ein neuer Name
1980 feierte die Schießabteilung ihr 20-jähriges Bestehen. Zu dieser Zeit wurde sie noch als „Schießriege“ bezeichnet. Auch sportlich begann das neue Jahrzehnt erfolgreich: Bei den Bezirksmeisterschaften am 20. April 1980 wurde Berni Busalski zum fünften Mal Bezirksmeister. Am 25. Mai 1980 konnte zudem der Gründerpokal zurückerobert werden.
Die Vereinsmeisterschaften wurden 1980 erstmals in vier Klassen ausgetragen: Jugendklasse, Schützenklasse, Damenklasse und Altersklasse. Vier Mannschaften vertraten den Verein bei den Bezirksmeisterschaften, wobei die Altersklasse erneut den Bezirksmeistertitel errang.
Bei den Diözesanmeisterschaften am 21. Juni 1981 bestätigte die Mannschaft der Altersklasse mit Rudi Hirsch, Berni Busalski und Hans Hotte ihre guten Leistungen. Mit 785 Ringen wurde sie Diözesanmeister. Auch in der Einzelwertung war Rudi Hirsch erfolgreich und belegte mit 272 Ringen den ersten Platz.
Bei der Jahresabschlussfeier am 12. Dezember 1981 wurden die damaligen Vereinspullover offiziell vorgestellt. An diesem Abend wurde außerdem erstmals eine Dia-Show vorgeführt.
Im Januar 1982 fand die Jahreshauptversammlung bei Norbert Lange statt. Rudi Hirsch wurde in seinem Amt als Schießmeister bestätigt.
Bei den Vereinsmeisterschaften am 19. März 1982 wurden erstmals fünf Titel vergeben. Aufgrund zahlreicher Neuzugänge in der Schülerklasse wurde auch dort erstmals ein Meister ermittelt. Am selben Abend nahmen die Mitglieder einstimmig den Entwurf einer neuen Satzung an, die anschließend auch vom Vorstand der St. Anna Bruderschaft genehmigt wurde.
Seitdem trägt die Abteilung den Namen „Schießabteilung St. Anna Telgte 1960“. In der Satzung wurden als Ziele insbesondere die Förderung des Schießsports nach den Bestimmungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sowie die Jugendpflege zur Förderung des Nachwuchses festgeschrieben.
Ebenfalls 1982 stiftete die Sparkasse Warendorf der Schießabteilung einen neuen Pokal. Dieser wurde am 10. Juni 1982 erstmals unter zehn Schießabteilungen ausgeschossen. Die Siegermannschaft aus Lambert Hansa Münster erhielt den Pokal aus den Händen von Franz Rottwinkel von der Sparkasse Warendorf.
1983–1985 – Neuer Schießstand und 25-jähriges Jubiläum
Zur Jahresabschlussfeier waren inzwischen auch die Eltern der Schüler sowie die Frauen und Männer der Schützen eingeladen. Damit erhielten auch die Familienangehörigen Gelegenheit, die Schießabteilung und ihren Sport näher kennenzulernen.
Am 18. März 1983 wurde anlässlich der Vereinsmeisterschaft ein neuer Schießstand eingeweiht. Dieser war in mühevoller Kleinarbeit im oberen Teil des Anbaus bei Bracht entstanden. Zur Einweihung wurde ein Ehrenscheibenschießen veranstaltet, an dem Brudermeister Paul Radke, Schießmeister Rudi Hirsch, Sparkassenleiter Franz Rottwinkel und Vereinswirt Josef Bracht teilnahmen. Paul Radke ging als Sieger aus diesem Schießen hervor.
Auch sportlich verlief 1983 erfolgreich: Zahlreiche Meisterschaften und Pokalschießen standen auf dem Programm. Für Abwechslung sorgte am 20. August 1983 eine gemeinsame Radtour. Bei der Jahresabschlussfeier wurde Berni Busalski für seine Tätigkeit in der Schießabteilung geehrt; außerdem erhielt jeder Schütze eine kleine Überraschung vom Nikolaus.
Zu Beginn des Jahres 1984 wurden bereits die Vorbereitungen für das bevorstehende 25-jährige Jubiläum getroffen. Ein fünfköpfiger Vergnügungsausschuss wurde gewählt, der die Veranstaltungen für 1984 und 1985 betreuen sollte. Inzwischen zählte die Schießabteilung mehr als 35 Mitglieder.
Im April 1984 konnten sieben Mannschaften zu den Bezirksmeisterschaften geschickt werden. Nach der Sommerpause und einer gemeinsamen Radtour folgten weitere Meisterschaften und Pokalschießen.
Am 12. Januar 1985 feierte die Schießabteilung St. Anna Telgte 1960 ihr 25-jähriges Bestehen in der Gaststätte Buschhoff. Für ihre besonderen Verdienste und ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden mehrere Mitglieder ausgezeichnet: Rudi Hirsch erhielt das silberne Ehrenkreuz, Heinz Jürgens, Hans Hotte und Manfred Hotte wurden mit dem bronzenen Ehrenkreuz des Sports mit Eichenkranz ausgezeichnet. Die Ehrungen nahm Diözesanschießmeister Bernd Preisa vor.
Die Mitgliederversammlung fand am 28. Januar 1985 bei Bracht statt. Dort wurde am 23. März 1985 auch die Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Gegen 16:30 Uhr gab Rudi Hirsch den letzten Schuss auf dem oberen Schießstand ab. Damit endete nach genau zwei Jahren dessen Nutzung. Kurz darauf wurde der Schießstand abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen.
1985–1986 – Umzug und Einweihung des neuen Schießstandes
Das Jubiläumsjahr 1985 blieb auch sportlich ereignisreich. Am 15. Juni 1985 folgten 19 Mannschaften der Einladung zum Jubiläumsschießen. Insgesamt traten 76 Schützen an und kämpften um 14 Pokale.
Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Die traditionelle Radtour führte in diesem Jahr von Telgte nach Westbevern zum Freizeitcenter 2000, wo gemeinsam Minigolf gespielt wurde. Den Abschluss bildete ein geselliger Abend in Rudis neuem Gartenhaus.
Am 16. August 1985 musste schließlich auch der untere Schießstand bei Bracht aufgegeben werden. Für die Übergangszeit wechselte die Schießabteilung auf den Schießstand der Bürgerschützen in der Don-Bosco-Schule.
Trotz dieser Veränderungen war 1985 sportlich ausgesprochen erfolgreich. In der Mannschaftswertung erreichte St. Anna im Laufe des Jahres zwölf erste, vier zweite und fünf dritte Plätze. In den Einzelwertungen kamen 13 erste, zwei zweite und drei dritte Plätze hinzu.
Einen besonderen Lauf hatte die dritte Mannschaft: Am 23. Februar 1986 gewann sie in Müßingen in der B-Klasse den Jubiläumspokal und war damit in zwölf Rundenwettkämpfen und drei Pokalkämpfen ungeschlagen.
Am 14. März 1986 konnte schließlich der neue Schießstand bei Bracht im Rahmen der Vereinsmeisterschaften offiziell eingeweiht werden. Aus diesem Anlass stiftete Rudi Hirsch ein in Stein gemeißeltes Emblem der Schützen mit der Aufschrift „Schießabteilung St. Anna Telgte 1960“.
Auch die Vereinsmeisterschaften brachten starke Ergebnisse: Jürgen Busalski erhielt mit 135 Ringen die Goldplakette in der Schützenklasse, Rudi Hirsch mit ebenfalls 135 Ringen die Silberplakette in der Altersklasse und Natalie Sonnenberg mit 134 Ringen die Bronzeplakette in der Damenklasse.
Bei den Bezirksmeisterschaften am 27. April 1986 auf dem ABC-Schießstand in Münster erreichte die Altersklasse mit Rudi Hirsch, Franz Josef Hülck und Berni Busalski mit 347 Ringen den ersten Platz. In der Schülerklasse wurde Petra Befeldt Bezirksmeisterin.
Beim St.-Anna-Pokalschießen wurde 1986 erstmals in zwei Klassen geschossen. In der zweiten Klasse traten ausschließlich Mannschaften des Verbandes Telgter Schützengesellschaften an. St. Anna belegte dort mit 476 Ringen den vierten Platz; Sieger wurde St. Rochus Ter Westbevern mit 501 Ringen.
Bei den Diözesanmeisterschaften am 23. Juni 1986 setzte die Altersklasse ihre Erfolgsserie fort und errang mit 769 Ringen erneut den Sieg.
Eine kleine Anekdote aus dieser Zeit hat die Festschrift ebenfalls bewahrt: Weil die dritte Mannschaft bis dahin ungeschlagen war, wurde auf dem Schießstand eine Gipsnase angebracht. Darunter stand der Spruch:
„Die 3. immer eine Nasenlänge voraus.“
1987–1989 – Wachstum, Rekorde und Nachwuchsarbeit
Mit sieben Mannschaften startete die Schießabteilung in die Rundenwettkämpfe 1986/87. Vier der sieben Mannschaften waren in der Vorsaison in die jeweils nächsthöhere Klasse aufgestiegen. Nur einer Mannschaft gelang in der neuen Saison der Klassenerhalt nicht.
Am 17. Januar 1987 feierte Rudi Hirsch mit seiner Frau Maria Silberhochzeit. Die gesamte Schießabteilung stand vor der Kirche mit Gewehren Spalier. Im selben Jahr erhielt Rudi Hirsch vom Sportverband Telgte die Auszeichnung „Verdienter Sportler des Jahres 1987“ für seine Mitbegründung und den Aufbau der Schießabteilung St. Anna.
Die Mitgliederzahl entwickelte sich erfreulich. Neben den sieben Mannschaften musste Rudi Hirsch noch eine achte Mannschaft aufstellen, damit auch alle Nachwuchsschützen an den Wettkämpfen teilnehmen konnten. Zu dieser Zeit zählte die Schießabteilung bereits 50 Mitglieder und war damit der am stärksten vertretene Verein im Landesbezirk Münster.
Für Abwechslung neben dem Schießsport sorgte am 10. August 1987 ein Fußballspiel gegen die Schießabteilung St. Rochus. St. Anna gewann die Begegnung mit 4:1. Die alljährliche Radtour rundete das Vereinsleben im Sommer ab.
Am 8. März 1988 stellte Jürgen Busalski einen neuen Schießstandrekord auf: Mit 290 Ringen bei 30 Schuss setzte er eine neue Bestmarke.
Ebenfalls 1988 wurde erstmals der von der Majestät 1987/88, Karl Kraft, gestiftete Pokal ausgeschossen. Teilnahmeberechtigt waren die jugendlichen Schützen bis 21 Jahre. Der Pokal wurde als ewiger Wanderpokal angelegt.
Bei insgesamt 24 Wettbewerben hatte die Schießabteilung bereits 1986 vierzehnmal auf dem Siegertreppchen gestanden. In den Einzelwertungen waren Natalie Sonnenberg und Jürgen Busalski mit jeweils fünf Siegen die erfolgreichsten Schützen dieses Jahres.
Auch die Jahresabschlussfeier 1988 blieb in besonderer Erinnerung. Für die inzwischen 35 Teilnehmer ließ sich zunächst kein geeigneter Raum finden. Schließlich erklärte sich Rudi Hirsch bereit, in seinem Keller eine Wand herausbrechen zu lassen. Die spontane Lösung wurde mit großer Beteiligung belohnt – laut Festschrift dauerte die Feier bei bester Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.
Am 13. April 1989 besuchte Resi Nowaki, mehrfache Deutsche Meisterin im Luftgewehr- und Kleinkaliberschießen, die Schießabteilung. Sie vermittelte den Jugendlichen und den sogenannten „Alleskönnern“ Einblicke in die tieferen Geheimnisse des Schießsports.
Das traditionelle St.-Anna-Pokalschießen am 25. Mai 1989 wurde mit 15 Mannschaften ausgetragen.
Besonders erfolgreich verliefen die Diözesanmeisterschaften im Juni auf dem ABC-Schießstand in Münster. Die Schülermannschaft wurde mit 713 Ringen Diözesanmeister. Auch die Altersklasse erreichte mit 786 Ringen den ersten Platz. In den Einzelwertungen gewannen Ingo Riches in der Schülerklasse und Franz Josef Hülck in der Altersklasse jeweils den ersten Platz.
Zur Nachwuchsarbeit gehörte nicht nur der Sport: Am 11. November 1989 fuhren die Jugendlichen der Schießabteilung zu einem Seminar nach Norderney, bei dem über Suchterkrankungen in der Gesellschaft gesprochen wurde.
1990–1991 – 30 Jahre Schießabteilung
Am 9. Februar 1990 fand die Generalversammlung der Schießabteilung statt. Von damals 38 Mitgliedern waren 31 anwesend.
Das 30-jährige Jubiläum wurde im März 1990 ausgiebig gefeiert. Den Auftakt bildete am 10. und 11. März ein zweitägiges Pokalschießen, an dem sich 33 Mannschaften mit insgesamt 136 Schützen beteiligten. Am 17. März 1990 folgte schließlich der große Jubiläumsball, mit dem das 30-jährige Bestehen der Schießabteilung gebührend gefeiert wurde.
Auch die Geschichte der ersten drei Jahrzehnte wurde anlässlich des Jubiläums dokumentiert und präsentiert. Die Festschrift zeigt dazu unter anderem eine Ausstellung mit Gewehren und Erinnerungsstücken im Saal von Pohlmeier-Bracht.
Sportlich konnte der Nachwuchs ebenfalls einen Erfolg verbuchen: Thomas Recke gewann beim Jugendpokalschießen mit 90 von 100 möglichen Ringen den ersten Platz und erhielt dafür die Goldmedaille.
Am 14. Juni 1990 wurde das traditionelle St.-Anna-Pokalschießen ausgetragen, an dem 14 Mannschaften teilnahmen.
Eine besonders sommerliche Erinnerung bewahrte die Festschrift vom 3. August 1990: Bei 35 Grad im Schatten startete die Radtour zum Zeltlager-Wochenende nach Schwege. Bei Spiel und Spaß verging die Zeit schnell. Mit einem Augenzwinkern vermerkt die Chronik, dass erstmals tagsüber mehr alkoholfreie als alkoholische Getränke konsumiert wurden.
Für 1991 nennt die Festschrift eine Mitgliederzahl von 43 Personen – zwölf weibliche und 31 männliche Mitglieder.
1991–1993 – Schießstandwechsel und sportliche Erfolge
Am 22. März 1991 fanden die Vereinsmeisterschaften statt. Noch am selben Tag erreichte die Schießabteilung allerdings eine schlechte Nachricht: Der Schießstand bei Pohlmeier-Bracht wurde aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt. Damit stand die Abteilung praktisch von heute auf morgen ohne eigene Trainingsstätte da.
Der Schießbetrieb kam dennoch nicht zum Erliegen. Bereits im April konnte in der Don-Bosco-Schule ein neuer Schießstand eingerichtet werden, den die Stadt Telgte zur Verfügung stellte. Dort fand im Mai auch das St.-Anna-Pokalschießen statt.
Sportlich verlief das Jahr trotz des Umbruchs ausgesprochen erfolgreich. Bei den Diözesanmeisterschaften im Juni errang St. Anna fünf von zwölf möglichen Meistertiteln.
Auch das Wanderpokalschießen erhielt 1991 einen neuen Modus: Ähnlich wie beim Tennis traten jeweils zwei Schützen direkt gegeneinander an. Der Verlierer wechselte anschließend in eine Hoffnungsrunde.
Im Oktober kam es zu einem Vergleichsschießen mit dem Mügelner Schützenverein. Während St. Anna in der Luftgewehrklasse erfolgreich war, erwiesen sich die Mügelner im Kleinkaliberschießen als deutlich überlegen. Mit der Jahresabschlussfeier am 30. November 1991 bei Rudi Hirsch ging ein turbulentes Jahr zu Ende. Die Festschrift hält dazu fest, dass selbst ein kurzfristiger Schießstandwechsel einer starken Gemeinschaft keinen Einbruch bringen konnte.
Bei der Generalversammlung im Januar 1992 in der Gaststätte Greveler wurde eine wichtige Satzungsänderung zur Mitgliedschaft beschlossen. Fortan konnte jeder am Schießsport Interessierte, der im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte war, ordentliches Mitglied der Schießabteilung werden. Zugleich wurde festgeschrieben, dass die Abteilung aus aktiven und inaktiven Sportschützen besteht.

Im April 1992 wurden die Bezirksmeisterschaften erstmals auch in Telgte, auf dem Schießstand in der Don-Bosco-Schule, ausgetragen. St. Anna errang dabei vier Meistertitel.
Für das Jugendpokalschießen im Mai stiftete Jörg Kaiser einen neuen Pokal für die Schülerklasse, um einen zusätzlichen Anreiz für den Nachwuchs zu schaffen. Beim Heidkerpokalschießen im Juni erreichte St. Anna den ersten Platz. Am St.-Anna-Pokalschießen nahmen zwölf Mannschaften teil. Auch bei den Diözesanmeisterschaften in Münster war die Schießabteilung erfolgreich und gewann erneut vier Meistertitel.
1993 wurde unter Leitung des neuen Bezirksschießmeisters Klaus Sudmann ein Bezirkspokalschießen vorbereitet, mit dem insbesondere das Potenzial der Schüler und Jungschützen gesichtet und eine bessere Vorbereitung auf überregionale Wettkämpfe ermöglicht werden sollte.
Bei den Bezirksmeisterschaften im April 1993 gelangen St. Anna dreimal der erste, einmal der zweite, einmal der dritte und einmal der vierte Platz. Einen besonderen Erfolg erzielte Petra Befeldt I, die sich in ihrer Klasse gegen die starke Konkurrenz durchsetzte und mit 137 Ringen den ersten Platz errang.
Beim Heidker-Pokalschießen im Mai belegte St. Anna ebenfalls den ersten Platz. Melanie Plagge wurde mit 125 Ringen beste Einzelschützin.
Beim St.-Anna-Pokalschießen im Juni gewann die Mannschaft in der Provinzialklasse mit 525 Ringen den ersten Platz. Auch der Rudi-Hirsch-Pokal ging mit 425 Ringen an St. Anna. Namensgeber Rudi Hirsch selbst erreichte in der nach ihm benannten Pokalklasse hervorragende 149 von 150 Ringen und damit ebenfalls den ersten Platz.
Bei den anschließenden Diözesanmeisterschaften in Münster qualifizierten sich Petra Befeldt I und Dagmar Plagge für die Bundesmeisterschaften in Gymnich.
1994–1997 – Neue Disziplinen und ein Generationswechsel
1994 appellierte Schießmeister Rudi Hirsch auf der Generalversammlung an alle Schützen, sich wieder stärker am Training zu beteiligen. Die Vereinsmeisterschaften im März zeichneten sich anschließend durch eine gute Beteiligung aus. Auch das St.-Anna-Pokalschießen im Juni war gut besucht und wurde in drei Klassen ausgetragen.
Eine wichtige Erweiterung des sportlichen Angebots brachte die Anschaffung einer Luftpistole. Damit bestand künftig die Möglichkeit, auch eine eigene Luftpistolenmannschaft aufzustellen.
Die Festschrift fasst für 1993 noch einmal die beachtliche sportliche Bilanz zusammen: Bei 20 Schießveranstaltungen und 30 Rundenwettkämpfen wurden in den Einzelwertungen 30 erste Plätze erreicht. Die Mannschaften errangen zehn erste Plätze.
1995 begann mit der Feier zum 35-jährigen Bestehen der Schießabteilung. Mit Ehrungen, festlichen Reden, einem rustikalen Büfett und Musik bis in die frühen Morgenstunden wurde das Jubiläum gefeiert.
Bei den anschließenden Wettkämpfen machte sich auch die neue Disziplin bemerkbar: Die Pistolenschützen Holger Hüsemann, Frank Rösler und Adi Kranendonk erreichten bei der Bezirksmeisterschaft auf Anhieb einen dritten Platz.
Beim Heidkerpokalschießen im Juni gewann die Mannschaft mit Melanie Plagge, Thomas Schnüpke, Doris Voßkötter und Reinhold Sloot den ersten Platz. Beim St.-Anna-Pokalschießen gelangen ebenfalls zwei erste und ein dritter Platz. Weitere Pokalschießen führten die Schützen unter anderem nach Nienberge, Warendorf, Münster, Müßingen und Kinderhaus.
Auch 1996 begann traditionell mit der Generalversammlung. Bei den Vereinsmeisterschaften im Februar wurden die Titel in mehreren Alters- und Disziplinklassen vergeben. Thomas Schnüpke gewann in der Schützenklasse, Stefan Mohring in der Jugendklasse und Bernd Stefan Pascher in der Schülerklasse. Dagmar Plagge wurde Vereinsmeisterin der Damenklasse. In den weiteren Klassen siegten Franz Josef Gerke, Heinz Jürgens, Berni Busalski, Rudi Hirsch und Holger Hüsemann.
Bei den Bezirksmeisterschaften in Münster erreichte Rudi Hirsch mit 99 von 100 möglichen Ringen den ersten Platz in der Seniorenklasse. In der Alters- und Seniorenklasse wurden außerdem Franz Josef Gerke und Rudi Hirsch Einzelsieger.
Am 31. Mai 1996 gewann Melanie Plagge den Jugendpokal, der seinerzeit von Landesbezirkskönig Karl Kraft gestiftet worden war und jährlich neu ausgeschossen wurde.
Beim St.-Anna-Pokalschießen am 6. Juni 1996 belegte die Schießabteilung den ersten Platz und gewann den Rudi-Hirsch-Pokal. Bei der Bundesmeisterschaft in Köln-Gymnich verpasste Rudi Hirsch anschließend nur knapp das Treppchen: Mit 194 Ringen erreichte er in der Seniorenklasse angestrichen den vierten Platz.
Auch bei weiteren Pokalschießen gelangen mehrere erste Plätze. Neu im Vereinsleben war 1996 das erste Weihnachtskegeln der Schießabteilung, das großen Anklang fand.
1997 begann sportlich mit einem zweiten Platz beim Pokalschießen in Gröblingen. Auf der Jahreshauptversammlung kam es dann zu einem bedeutenden Wechsel: Rudi Hirsch legte nach mehr als 26 Jahren sein Amt als Schießmeister nieder. Er begründete seinen Schritt damit, den Posten in jüngere Hände geben zu wollen, damit neue Ideen in die Arbeit einfließen könnten.
Die Festschrift würdigt ausdrücklich seine jahrzehntelange Arbeit und seinen Einsatz für die Schießabteilung. Zum neuen Schießmeister wurde Reinhold Sloot gewählt.
1997 – Bundessieg und der Schritt ins Internet
Bei der Vereinsmeisterschaft 1997 gingen insgesamt 25 Schützen in sieben Klassen an den Start. Im März folgten die Bezirksmeisterschaften auf dem ABC-Schießstand in Münster. Drei Mannschaften qualifizierten sich dort für die Diözesanmeisterschaften.
Auch abseits der regulären Wettkämpfe war einiges los. Zur Osterzeit veranstaltete der Vergnügungsausschuss ein Oster-Preisschießen, bei dem jeder Teilnehmer auf eine Glücksscheibe schießen musste. Im April bewiesen die Mitglieder beim gemeinsamen Kegelabend im Vereinslokal Osthues-Brandhove, dass sie nicht nur beim Schießen treffsicher waren.
Beim St.-Anna-Pokalschießen gingen bereits ab 11 Uhr morgens 20 Mannschaften an den Start. Geschossen wurde in vier Klassen: um den Sparkassenpokal, den Provinzialpokal, den Rudi-Hirsch-Pokal sowie den Norbert-Lange-Pokal, der mit Luftpistolen ausgeschossen wurde.
Die Diözesanmeisterschaften entwickelten sich zu einem besonderen Wochenende für St. Anna. Rudi Hirsch qualifizierte sich gleich zweimal in der Seniorenklasse für die Bundesmeisterschaften in Gymnich. Auch Franz Josef Gerke qualifizierte sich in der Altersklasse sowie in der Altersklasse aufgelegt. Hinzu kamen die Damenklasse I und II sowie Thomas Recke als Einzelschütze in der Schützenklasse und Adi Kranendonk als Luftpistolenschütze.
Beim Pokalschießen von St. Rochus gelang nach zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren schließlich der Sieg: Mit 488 Ringen erreichte die Mannschaft von St. Anna den ersten Platz.
Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte folgte am 21. September 1997 bei den Bundesmeisterschaften in Köln-Gymnich. Rudi Hirsch wurde Bundessieger in der Seniorenklasse angestrichen. Mit hervorragenden 198 von 200 möglichen Ringen setzte er sich gegen seine Konkurrenten durch.
Auch das Vereinsleben kam nicht zu kurz. Eine zweitägige Radtour führte nach Gelmer. Trotz schlechten Wetters und kräftigen Regens wurde das Wochenende laut Festschrift für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Am 13. November 1997 begann für die Schießabteilung schließlich auch das Internetzeitalter: Die erste eigene Internetseite ging online. Über einen Link auf der Internetseite der Stadt Telgte konnte die Homepage zusätzlich erreicht werden. Die Festschrift hält ausdrücklich fest, dass Norbert Lange die Seite aufgebaut hatte und anschließend pflegte.
Bei der Jahresabschlussfeier wurden außerdem die neuen Vereinspullover vorgestellt. Zum bereits 14. Mal fand das Weihnachtsbratenschießen statt. Mehr als 100 aktive und inaktive Schützen hatten sich zuvor an drei Adventssonntagen beteiligt; die Endausscheidung wurde im „Weißen Schwan“ ausgetragen.
1998–1999 – Qualifikationen, Nachwuchserfolge und Vereinsleben
Das Jahr 1998 begann nach dem Pokalschießen in Gröblingen mit der Vereinsmeisterschaft im Februar und der Bezirksmeisterschaft im März. Auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz: Im Vereinslokal Osthues-Brandhove wurde wieder ein gemeinsamer Kegelabend veranstaltet.
Bei der Diözesanmeisterschaft qualifizierte sich die Damenklasse für die Bundesmeisterschaften in Gymnich. In der Einzelwertung erreichte Dagmar Plagge mit 270 Ringen ebenfalls die Qualifikation. Darüber hinaus schafften Thomas Recke, Rudi Hirsch, Heinz Beckhove und Franz Josef Gerke den Sprung zur Bundesmeisterschaft.
Am traditionellen St.-Anna-Pokalschießen an Fronleichnam nahmen 21 Mannschaften aus dem Münsterland teil. Geschossen wurde auf dem Schießstand in der Don-Bosco-Schule.
Am 24. Juli 1999 gab es auch beim Schützenfest der St. Anna Bruderschaft einen besonderen Erfolg für die Schießabteilung: Petra Befeldt bewies ihre Treffsicherheit und wurde Königin der St. Anna Bruderschaft.
Bei den Bundesmeisterschaften in Gymnich am 11. und 12. September 1999 fehlten Rudi Hirsch in der Seniorenklasse I (angestrichen) lediglich vier Ringe zum ersten Platz. Mit 194 Ringen belegte er den 6. Platz unter 75 Teilnehmern. Auch in der Seniorenklasse I (aufgelegt) erreichte er mit 295 Ringen den 9. Platz und lag damit nur zwei Ringe hinter dem Erstplatzierten. Die Damenmannschaft belegte mit 773 Ringen den 13. Platz.
Ein schönes Erfolgserlebnis hatte auch der Nachwuchs beim Holle-Pokal-Schießen auf dem ABC-Schießstand in Münster. Die Schülermannschaft erreichte mit 538 Ringen den dritten Platz. In der Einzelwertung belegte Bastian Bußmann mit 220 Ringen einen ausgezeichneten zweiten Platz.
Im Dezember fand zum 15. Mal das Weihnachtsbratenschießen statt. Bei der anschließenden Jahresabschlussfeier ließ man die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren. Der Vergnügungsausschuss hatte zur Unterhaltung außerdem ein Ratespiel und eine abschließende Tombola vorbereitet.
1999 begann mit der Jahreshauptversammlung am 19. Februar in der Don-Bosco-Schule. Zur stellvertretenden Schießmeisterin wurde Dagmar Plagge gewählt. Sie löste Thomas Schnüpke ab, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl stand. Zum zweiten Kassierer wurde Wolfgang Reiser gewählt, neuer Jugendvertreter wurde Christian Niehoff.
Bereits einen Tag später, am 20. Februar 1999, fand die Vereinsmeisterschaft statt. Thomas Schnüpke wurde mit 134 Ringen Vereinsmeister, vor Franz Josef Gerke, der ebenfalls 134 Ringe erreichte. Im März trafen sich die Mitglieder außerdem zu einem gemeinsamen Kegelabend in den Bürgerstuben.
An der Bezirksmeisterschaft nahmen 22 Schützen der Schießabteilung teil. Bei der folgenden Diözesanmeisterschaft qualifizierte sich die Damenklasse erneut für die Bundesmeisterschaft in Gymnich. In den Einzelwertungen gelang die Qualifikation Thomas Recke, Rudi Hirsch, Heinz Beckhove und Heinz Jürgens.
Im Mai wurde das bereits seit 1987 ausgetragene Jugendpokalschießen veranstaltet. An Fronleichnam kamen 19 Mannschaften aus dem Münsterland zum St.-Anna-Pokalschießen in die Don-Bosco-Schule.
Im August starteten die Mitglieder mit dem Fahrrad zu einer Wochenendzeltfahrt. Neben Verpflegung und Unterkunft hatte der Vergnügungsausschuss verschiedene Geschicklichkeitsspiele und ein Ratequiz vorbereitet.
Nach den Bundesmeisterschaften in Gymnich wurde im September der Wanderpokal ausgeschossen. Rudi Hirsch konnte seinen Pokal aus dem Vorjahr mit 1.786 Ringen erfolgreich verteidigen.
Es folgten weitere Pokalschießen in Nienberge, das Holle-Pokal-Schießen in Münster sowie das Pokalschießen bei Wilhelmi Kinderhaus. Bei den Schießmeisterbesprechungen wurden schließlich erstmals acht Mannschaften der St.-Anna-Schießabteilung für die Rundenwettkämpfe 1999/2000 gemeldet.
Den Abschluss des Jahres bildete wieder die traditionelle Jahresabschlussfeier im Partykeller bei Rudi und Maria Hirsch.
2000 – Jahrtausendwende, Führungswechsel und 40-jähriges Jubiläum
Im Jahr 2000 stand Reinhold Sloot auf der Jahreshauptversammlung für eine Wiederwahl zum Schießmeister nicht mehr zur Verfügung. Da sich an diesem Abend kein Nachfolger fand, wurde für den 11. Februar 2000 eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Dort wurde Andreas Voßkötter zum neuen Schießmeister gewählt.
Bei den Bezirksmeisterschaften trat die Schießabteilung mit 40 Startern an und holte vier Mannschafts- und fünf Einzelsiege nach Telgte. Auch die Diözesanmeisterschaften verliefen erfolgreich: Die Senioren gewannen mit dem Luftgewehr angestrichen sowie im Kleinkaliberschießen aufgelegt und angestrichen. Die Schützinnen der Altersklasse sicherten sich die Titel freistehend und aufgelegt.
Beide Mannschaften qualifizierten sich für die Bundesmeisterschaften. Dort erreichte die Seniorenmannschaft in der Disziplin angestrichen mit 579 Ringen den dritten Platz.
Am 26. Juni 2000 feierte die Schießabteilung ihr 40-jähriges Jubiläum im Vereinslokal Osthues-Brandhove. Neben zahlreichen Reden und der Siegerehrung des Jubiläumspokalschießens wurden zwei besondere Ehrungen vorgenommen: Heinz Jürgens erhielt das „Ehrenkreuz des Sports in Silber“ für hervorragende Leistungen und vorbildliche Arbeit im Verein. Rudi Hirsch wurde mit dem „Goldenen Stern vom Schulterband“ für seine langjährige vorbildliche, diplomatische, freundliche, humorvolle und präzise Arbeit ausgezeichnet.
Im Juli hieß es erstmals „Schießabteilung goes Nordsee“. Eine Gruppe fuhr zum Makrelenangeln nach Bensersiel. Trotz starken Seegangs gelang ein guter Fang. Für Heiterkeit sorgten außerdem die Pricken, die als feste Seezeichen in den Boden des Wattenmeers gesteckt werden. Wegen ihres Aussehens wurden sie von den Teilnehmern scherzhaft „Wattbirken“ beziehungsweise „Betula Maritima“ genannt.
Am 29. Juli 2000 bewies auch Franz Josef Befeldt beim Schützenfest seine Treffsicherheit. Mit dem 1.022. Schuss holte er den Rest des Holzvogels von der Stange und wurde damit König der St. Anna Bruderschaft.
Im Oktober 2000 verstarb Karl Kraft, der 1987 als amtierender Landesbezirkskönig den Jugendpokal gestiftet hatte. Zu seinem Gedenken erhielt dieser anschließend den Namen „Karl-Kraft-Pokal“.
Am 10. Dezember 2000 fand die Jahresabschlussfeier bei Maria und Rudi Hirsch statt. In geselliger Runde ließen die Mitglieder die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren. Die Schießabteilung bedankte sich bei Maria und Rudi dafür, dass sie ihren Partykeller für diese Veranstaltung zur Verfügung stellten.
Zum Ende des Jahres zählte die Schießabteilung 56 Mitglieder, von denen 48 aktiv am Schießsport teilnahmen.
Auch privat gab es im Jahr 2000 einige besondere Ereignisse: Am 29. Februar 2000 heirateten Thomas Schnüpke und Ilka Lehmann standesamtlich. Thomas nahm dabei den Nachnamen seiner Frau an und hieß fortan Thomas Lehmann. Am 2. Juni 2000 heirateten Thomas Recke und Manuela Falckenhain standesamtlich. Am 30. Juni 2000 folgte die kirchliche Trauung von Ilka und Thomas Lehmann. Andreas Voßkötter und Sandra Hagedorn heirateten am 13. Dezember 2000 standesamtlich.
2001–2002 – Sportliche Erfolge und neun Mannschaften im Wettkampfbetrieb
Das Jahr 2001 begann mit der Jahreshauptversammlung am 26. Januar in der Don-Bosco-Schule. Dagmar Plagge wurde als 2. Schießmeisterin einstimmig wiedergewählt. Melanie Christ übernahm das Amt der 2. Kassiererin von Wolfgang Reiser, während Norbert Lange als Schriftführer wiedergewählt wurde.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 16. Februar 2001 wurde Petra Befeldt mit 138 Ringen Vereinsmeisterin, vor Jörg Kaiser und Thomas Recke mit jeweils 137 Ringen. Insgesamt wurde in elf verschiedenen Klassen geschossen.
Auch 2001 begann schießsportlich sehr erfolgreich. Bei den Bezirksmeisterschaften im März errangen drei Mannschaften und sechs Einzelschützen den Bezirksmeistertitel.
Auch abseits des Schießsports gab es einen besonderen Anlass: Am 28. April 2001 feierten Sandra und Andreas Voßkötter gemeinsam mit der Schießabteilung ihren Polterabend. Am 5. Mai 2001 folgte die kirchliche Trauung.
Bei den Diözesanmeisterschaften am 19. und 20. Mai folgten vier weitere Mannschaftssiege. Die Senioren gewannen sowohl mit dem Luftgewehr angestrichen und aufgelegt als auch beim Kleinkaliberschießen. Einen weiteren ersten Platz erreichte die Damenklasse 2 aufgelegt. Insgesamt sieben Schützen qualifizierten sich für die Bundesmeisterschaften.
Am 9. August 2001 starteten die Mitglieder zur traditionellen Radtour mit Zeltlager. Diesmal wurde ein Teil der Strecke mit Paddelbooten auf der Ems zurückgelegt. Ganz trocken kamen nicht alle Teilnehmer ans Ziel: Einige landeten im Wasser, wobei unter anderem ein Handy, eine Geldbörse und Fahrradschlüssel verloren gingen. Nach der Ankunft auf „Gelmer-Island“ führte die Tour mit dem Fahrrad weiter zum Zeltplatz. Dort wartete ein Spanferkel, bevor der Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklang.
Bei den Bundesmeisterschaften im September 2001 in Gymnich gingen sieben Schützen der Schießabteilung an den Start. Den größten Einzelerfolg erzielte Heini Picker, der beim Kleinkaliberschießen aufgelegt mit 287 Ringen den 3. Platz belegte.
Am 15. Oktober 2001 begann die neue Rundenwettkampfsaison. Die Schießabteilung ging dabei mit neun Mannschaften und insgesamt 27 Schützen an den Start.
Den Abschluss des Jahres bildete am 15. Dezember 2001 die traditionelle Jahresabschlussfeier bei Maria und Rudi Hirsch. Für Unterhaltung sorgte der Vergnügungsausschuss mit einigen augenzwinkernden Auszeichnungen für verdiente Mitglieder, darunter eine „Goldene Kamera“, „Goldene Stimmgabeln“ und „Goldene Krücken“.
Auf der Jahreshauptversammlung am 11. Januar 2002 in der Don-Bosco-Schule wurden Andreas Voßkötter als 1. Schießmeister und Jörg Kaiser als 1. Kassierer einstimmig wiedergewählt.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 22. Februar 2002 setzte sich Olaf Strauß mit 134 Ringen an die Spitze. Bemerkenswert war, dass er dieses Ergebnis mit der Luftpistole erzielte. Jürgen Busalski folgte mit 133 Ringen vor Christoph Sloot mit 132 Ringen. Insgesamt wurde in 13 Klassen geschossen.
Am 23. März 2002 fand auf dem Schießstand ein besonderer Trainingsnachmittag für Schüler und Jugendliche statt. Diözesanschießmeister Detlev Rieck vermittelte dem Nachwuchs wichtige Grundlagen zu Technik, Taktik und Trainingsmethoden beim Luftgewehrschießen. Dabei wurden insbesondere Atmung, Halten, Zielen, Abziehen und Nachhalten trainiert.
Bei den Bezirksmeisterschaften am 14. April 2002 war die Schießabteilung mit 30 von insgesamt 150 Teilnehmern stark vertreten. Dabei gingen vier Mannschaftssiege und sieben erste Plätze in den Einzelwertungen nach Telgte. Besonders erfolgreich waren die Senioren: Rudi Hirsch, Heinz Beckhove und Heini Picker erreichten aufgelegt gemeinsam 443 von 450 möglichen Ringen. Angestrichen erzielten Rudi Hirsch, Heini Picker und Heinz Jürgens 295 von 300 Ringen.
Bei den Bundesmeisterschaften 2002 in Gymnich erreichten die St.-Anna-Schützen drei Platzierungen unter den besten Zehn. Manuela Sloot belegte bei den Schülerinnen mit dem Luftgewehr den 10. Platz mit 265 Ringen. Heini Picker erreichte beim Kleinkaliberschießen aufgelegt in der Seniorenklasse II mit 284 Ringen den 5. Platz. Die Seniorenmannschaft mit Rudi Hirsch, Heinz Beckhove und Heini Picker kam beim Luftgewehrschießen angestrichen mit 574 Ringen auf den 4. Platz.
Auch die Rundenwettkampfsaison 2001/2002 verlief erfolgreich. In der Diözesanklasse Luftgewehr aufgelegt belegte die erste Mannschaft mit Rudi Hirsch, Franz-Josef Gerke und Heinz Jürgens den 1. Platz; Rudi Hirsch gewann zudem die Einzelwertung. Die 4. Mannschaft wurde Meister der 1. Kreisklasse und stieg in die Bereichsklasse auf. In der 2. Kreisklasse belegten die 5. und 6. Mannschaft Platz 1 und 2 und qualifizierten sich damit beide für den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Ingeborg Lange gewann dort mit 1.498 Ringen die Einzelwertung.
Den Abschluss des Jahres bildete am 14. Dezember 2002 die Jahresabschlussfeier mit rund 30 Mitgliedern. Zunächst ging es zum traditionellen Boßeln vom Sperberweg in Richtung St.-Rochus-Hospital. Anschließend wurde auf dem Meisenweg gemeinsam gefeiert; am Abend statteten auch Nikolaus und Knecht Ruprecht der Schießabteilung einen Besuch ab.
2003 – Nachwuchserfolge und ein Diözesanprinz
Das Schießsportjahr 2003 begann am 24. Januar mit der Jahreshauptversammlung in der Don-Bosco-Schule. Dagmar Plagge wurde als stellvertretende Schießmeisterin wiedergewählt. Ingeborg Lange übernahm das Amt der 2. Kassiererin von Melanie Christ.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 21. Februar wurde Dagmar Plagge mit 138 Ringen und acht Zehnern Vereinsmeisterin 2003. Olaf Strauß erreichte ebenfalls 138 Ringe, jedoch mit vier Zehnern, und belegte damit den zweiten Platz. Dritter der Gesamtwertung wurde Franz-Josef Gerke mit 134 Ringen.
Einen besonderen Erfolg erzielte der Nachwuchs. Beim Landesbezirksjungschützentag am 30. März in Münster-Kinderhaus wurde Christoph Sloot Landesbezirksprinz. Damit qualifizierte er sich für den Diözesanjungschützentag am 1. Juni in Varrelbusch. Dort setzte er sich mit 27 Ringen gegen die Vertreter aus 26 Bezirksverbänden durch und wurde Diözesanprinz der Diözese Münster. Zusätzlich gewann er mit der Auswahlmannschaft des Landesbezirksverbandes Münster das Diözesanpokalschießen in der Jugendklasse.
Beim traditionellen St.-Anna-Pokalschießen an Fronleichnam am 19. Juni gingen 17 Mannschaften aus dem Münsterland auf dem Schießstand in der Don-Bosco-Schule an den Start. St. Anna Telgte gewann den Provinzialpokal sowie den Norbert-Lange-Pokal für Luftpistole.
Auch beim Schützenfest gab es einen besonderen Erfolg für die Schießabteilung: Am 26. Juli wurde Reinhold Sloot König der St. Anna Bruderschaft.
Bei den Bundesmeisterschaften in Gymnich trat die Schießabteilung mit drei Mannschaften und drei weiteren Einzelschützen an. Die Damenklasse II erreichte im Luftgewehr freistehend mit 752 Ringen den vierten Platz auf Bundesebene. Dagmar Plagge belegte im Luftgewehr aufgelegt mit 294 Ringen Platz 8 unter 63 Teilnehmerinnen.
2004 – Vereinsmeisterin und sportliche Erfolge
Das Jahr 2004 begann mit der Jahreshauptversammlung am 30. Januar in der Don-Bosco-Schule. Schießmeister war zu diesem Zeitpunkt Andreas Voßkötter, Schriftführer Norbert Lange und Kassierer Jörg Kaiser.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 20. Februar 2004 setzte sich Petra Befeldt mit 138 Ringen an die Spitze und wurde Vereinsmeisterin. Thomas Recke und Hendrik Meyer folgten mit jeweils 137 Ringen auf den Plätzen zwei und drei.
Beim Sonnenborn-Pokalschießen am 21. März in Hiltrup erreichten die Senioren Heinz Jürgens, Rudi Hirsch und Heini Picker mit 878 Ringen den zweiten Platz in der Mannschaftswertung Luftgewehr aufgelegt. Heinz Jürgens gewann zudem die Einzelwertung der Seniorenklasse II mit 296 Ringen; Rudi Hirsch wurde mit 292 Ringen Dritter. Heini Picker erreichte in der Seniorenklasse III mit 290 Ringen den zweiten Platz.
Auch die Altersklasse mit Dagmar Plagge, Reinhold Sloot und Norbert Lange war erfolgreich. Das Trio belegte mit 847 Ringen den dritten Platz und erhielt ebenfalls einen Pokal. Damit ist zugleich die bislang in der Chronik enthaltene Angabe eines Mannschaftssieges bei diesem Wettbewerb zu korrigieren.
Zum Jahresprogramm gehörten außerdem der St.-Anna-Cup im April, die Diözesanmeisterschaft im Mai, der Karl-Kraft-Pokal für Schüler und Jugendliche sowie das traditionelle St.-Anna-Pokalschießen an Fronleichnam. Laut Terminplan war dieses für den 10. Juni 2004 auf dem Schießstand in der Don-Bosco-Schule angesetzt.
Für den Sommer war außerdem eine Hochseeangeltour nach Bensersiel vorgesehen. Da uns hierzu lediglich die damalige Ankündigung und kein nachträglicher Bericht vorliegt, lässt sich der tatsächliche Verlauf heute nicht anhand der vorhandenen Originalunterlagen belegen.
2005 – Sportliche Erfolge und 45 Jahre Schießabteilung
Für das Jahr 2005 sind die ursprünglichen Einzelunterlagen heute nicht mehr vorhanden. Die folgenden Ereignisse sind jedoch in der bestehenden Vereinschronik überliefert.
Bei den Diözesanmeisterschaften im Mai 2005 gewannen die Mannschaften der Damenklasse I, der Senioren angestrichen, der Altersklasse aufgelegt und der Senioren aufgelegt ihre jeweiligen Wettbewerbe. Bei den anschließenden Bundesmeisterschaften folgten Platzierungen im Mittelfeld.
Auch die Rundenwettkämpfe brachten unterschiedliche Ergebnisse. Die erste und zweite Mannschaft behaupteten sich unter den ersten zehn Mannschaften der Diözesanklasse, während die dritte Mannschaft als Tabellen-16. in die Bereichsklasse abstieg. Die Pistolenmannschaft erreichte den zweiten Platz. Eine fünfte Mannschaft bestand ausschließlich aus Schüler- und Jugendschützen, die ihre erste Wettkampfsaison bestritten.
Im Juli führte das Vereinsleben die Mitglieder erneut zu einer Makrelenfahrt auf die Nordsee. Kurz darauf wurde der 70. Geburtstag von Rudi Hirsch gemeinsam in seinem Garten gefeiert.
Beim Pokalschießen in Nienberge gewannen die Schüler-, Schützen- und Luftpistolenmannschaft jeweils ihre Klasse. Beim Pokalschießen in Müssingen ging außerdem der Mannschaftspokal der Altersklasse nach Telgte.
Den Abschluss des Jahres bildete am 10. Dezember 2005 die Jahresabschlussfeier. Anlässlich des 45-jährigen Bestehens der Schießabteilung wurde sie in etwas größerem Rahmen bei Osthues-Brandhove gefeiert.
Am 16. Dezember 2005 fand außerdem der Rudolphabend der Schießabteilung statt. Fotos aus dem Vereinsarchiv dokumentieren diesen Abend.


2006 – Starker Nachwuchs und zahlreiche Meistertitel
Das Jahr 2006 begann mit der Generalversammlung in der Don-Bosco-Schule. Der Vorstand wurde dabei in seinen Ämtern bestätigt. Bei den anschließenden Bezirksmeisterschaften erreichte die Schießabteilung acht Mannschafts- und 15 Einzelsiege.
Besonders erfolgreich zeigte sich der Nachwuchs. Beim Bezirkspokalschießen für den Bezirk Warendorf auf dem heimischen Schießstand belegten Alexander Sloot, Jaqueline Befeldt und Michael Heidebrecht die ersten drei Plätze der Schülerwertung. Denise Befeldt erreichte in der Jugendklasse den zweiten Platz. Diese Angaben sind in der bisherigen Chronik überliefert.
Bei den Diözesanmeisterschaften im Mai gewann die Schülermannschaft mit Alexander Sloot, Jaqueline Befeldt und Andrej Michel. Alexander und Jaqueline waren zudem die besten Einzelschützen ihrer jeweiligen Wertung.
Auch die Senioren erzielten zahlreiche Erfolge. In den verschiedenen Luftgewehr- und Kleinkaliberwettbewerben gingen mehrere Mannschafts- und Einzeltitel nach Telgte. Zu den erfolgreichen Einzelschützen gehörten Rudi Hirsch, Heinz Jürgens, Heinz Beckhove und Heini Picker. Auch die Damenmannschaften waren erfolgreich; Petra Befeldt und Dagmar Plagge gewannen ihre jeweiligen Einzelwertungen.
2007 – Wechsel beim Schriftführer und sportliche Erfolge
Bei der Jahreshauptversammlung am 3. Februar 2007 wurde Dagmar Plagge als 2. Schießmeisterin wiedergewählt. Einen Wechsel gab es beim Schriftführer: Melanie Christ übernahm das Amt der 1. Schriftführerin von Norbert Lange.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 16. Februar setzte sich Melanie Christ mit 139 Ringen an die Spitze. Olaf Strauß folgte mit 138 Ringen vor Thomas Lehmann mit 134 Ringen. Insgesamt wurde in 13 Klassen geschossen.
Auch der Nachwuchs machte auf sich aufmerksam. Beim Landesbezirksjungschützentag wurde Alexander Sloot mit 25 Ringen stellvertretender Bezirksschülerprinz. Sowohl die Schüler- als auch die Jugendmannschaft des Bezirks Warendorf belegten beim Pokalschießen den ersten Platz.
Beim St.-Anna-Wanderpokalschießen am 7. Juni gewann St. Anna den Rudi-Hirsch-Pokal sowie den Norbert-Lange-Pokal für die Luftpistolenschützen. Rudi Hirsch gewann mit 147 Ringen die Einzelwertung seiner Klasse, Olaf Strauß mit 136 Ringen die Luftpistolenwertung. Den Heinz-Jürgens-Pokal der Schüler gewann Alexander Sloot mit 132 Ringen.
Auch außerhalb des Schießstandes blieb die Gemeinschaft wichtig. Die traditionelle Radtour führte erneut zum Hof Sommer in Vadrup, wo der Abend gemeinsam am Lagerfeuer verbracht wurde. Bei den Bundesmeisterschaften im September erreichte die Damenmannschaft mit Platz fünf die beste der im Jahresbericht aufgeführten Mannschaftsplatzierungen.
Beim Holle-Pokal am 21. Oktober gewann die Schülermannschaft ihre Wertung. Auch die Altersklasse belegte den ersten Platz; die Mannschaften der Schützenklasse A und B erreichten die Plätze zwei und drei.
Die Jahresabschlussfeier am 9. Dezember 2007 fand in der Steenpoate statt. Beim „Schießabteilungs-Super-Bingo“ gewann Stefan Mohring als Hauptpreis einen Tannenbaum. Für die musikalische Begleitung sorgte Jörg Meister.
2008 – Erfolge in den Diözesanklassen
Bei der Jahreshauptversammlung am 1. Februar 2008 wurde Andreas Voßkötter als 1. Schießmeister wiedergewählt. Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Andreas Scharbatke als 2. Schriftführer und Inge Lange als 1. Kassiererin. Zum 2. Kassenprüfer wurde Norbert Hack gewählt.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 15. Februar wurde Andreas Voßkötter mit 135 Ringen Vereinsmeister. Thomas Recke erreichte ebenfalls 135 Ringe und belegte den zweiten Platz, Manuela Sloot wurde mit 132 Ringen Dritte. Insgesamt wurde in 13 Klassen geschossen.
Beim Landesbezirksjungschützentag am 9. März feierte der Nachwuchs zwei besondere Erfolge: Andrej Michel wurde mit 28 Ringen Bezirksschülerprinz, Alexander Sloot mit 21 Ringen Bezirksjugendprinz. Beim Pokalschießen der Schützenjugend erreichte die Schülerauswahl des Bezirks Warendorf den dritten und die Jugendauswahl den zweiten Platz.
Auch die Rundenwettkampfsaison 2007/2008 verlief insbesondere für die Aufgelegtschützen erfolgreich. In der Diözesanklasse belegte die erste Mannschaft den 1. Platz; Rudi Hirsch wurde Zweiter und Dagmar Plagge Dritte der Einzelwertung. Die zweite und dritte Aufgelegtmannschaft erreichten die Plätze acht und zehn.
Beim Landesbezirksschießen am 25. Mai gewann Andrej Michel die Schülerklasse. Bei den Senioren II gingen sowohl im angestrichenen als auch im aufgelegten Luftgewehrschießen die Mannschaftssiege nach Telgte. Heini Picker gewann die Einzelwertung angestrichen, Rudi Hirsch die Einzelwertung aufgelegt. Doris Voßkötter siegte in der Damenklasse I, und Burkhard Sloot gewann die Altersklasse Luftpistole. Auch die Luftpistolenmannschaft erreichte den ersten Platz.
Beim traditionellen St.-Anna-Wanderpokalschießen gewann St. Anna den Sparkassenpokal, den Rudi-Hirsch-Pokal und den Norbert-Lange-Pokal. Die jeweiligen Einzelsiege gingen an Thomas Lehmann, Rudi Hirsch und Olaf Strauß. Den Heinz-Jürgens-Pokal der Schüler gewann Andrej Michel.
Bei den Bundesmeisterschaften in Gymnich im September blieben größere Erfolge aus. Die Schützenmannschaft belegte Platz 39; in der Altersklasse aufgelegt wurden in der Einzelwertung die Plätze 212 und 231 erreicht.
Beim Holle-Pokal am 16. Oktober gewannen sowohl die Schüler- als auch die Jugendmannschaft ihre Wertung. In der Schützenklasse A belegte St. Anna den zweiten Platz, die Altersklasse erreichte die Mannschaftsplätze zwei und drei.
Die Jahresabschlussfeier am 13. Dezember 2008 fand in der Steenpoate statt. Den Hauptpreis – einen Tannenbaum – gewann Christian Niehoff.
2009 – Wechsel an der Spitze und weitere Diözesanerfolge
Das Jahr 2009 begann mit einem personellen Wechsel in der Abteilungsführung. Andreas Voßkötter war vom Hauptverein gebeten worden, das Amt des Brudermeisters zu übernehmen. Da er sich nicht in der Lage sah, zwei derart arbeitsintensive Ämter gleichzeitig auszuüben, bemühte er sich um einen Nachfolger. Olaf Strauß stellte sich zur Wahl und wurde am 6. Februar 2009 zum neuen Schießmeister gewählt. Als zweite Schießmeisterin stand ihm weiterhin Dagmar Plagge zur Seite.
In der Rundenwettkampfsaison musste die zweite Mannschaft lange um den Klassenerhalt kämpfen. St. Antonius Coesfeld I und II rutschten durch überraschend schlechte Ergebnisse noch auf die beiden Abstiegsplätze, während sich die zweite Mannschaft von St. Anna mit zehn Ringen Vorsprung auf dem rettenden 14. Platz wiederfand.
Deutlich erfolgreicher verlief die Saison in der Diözesanklasse der Pistolenschützen. Die Mannschaft mit Olaf Strauß, Norbert Hack und Burkhard Sloot errang den ersten Platz. Olaf Strauß wurde außerdem Dritter in der Einzelwertung.
Die erste Mannschaft der Aufgelegtschützen verpasste den Sieg in der Diözesanklasse nur knapp und erreichte Platz zwei. Die zweite Mannschaft belegte Platz sechs, die dritte Platz 13.
Auch der Nachwuchs war erfolgreich. Zacharias Woltering-Schlenker belegte in der separaten Schülerwertung der Rundenwettkämpfe den dritten Platz. Beim Landesbezirksschießen am 17. Mai gewann er anschließend die Schülerklasse mit 241 Ringen, während Felix Flüthe den dritten Platz erreichte.
Weitere Titel beim Landesbezirksschießen gingen an die Altersklassenmannschaft sowie an die Senioren II im angestrichenen Schießen. Heinz Jürgens gewann dort mit 193 Ringen die Einzelwertung. Die Damen-I-Mannschaft gewann ebenfalls ihre Wertung. In der Damenklasse II aufgelegt belegte Dagmar Plagge mit 290 Ringen den ersten Platz; auch die Mannschaft gewann. Die Luftpistolenmannschaft siegte ebenfalls, Olaf Strauß wurde mit 265 Ringen Zweiter der Einzelwertung.
Im Hinblick auf das bevorstehende 50-jährige Jubiläum 2010 verzichtete der Vergnügungsausschuss auf die sonst übliche, aufwendige Zweitages-Radtour. Stattdessen trafen sich die Mitglieder am 29. August auf dem Marktplatz zu einer Stadtführung durch Telgte. Anschließend ging es zum Rochus-Hospital zum Minigolf. Wegen des schlechten Wetters fiel die anschließende Radtour deutlich kürzer aus; zum Abschluss traf man sich bei Dagmar Plagge im Garten.
Beim vereinsinternen Wanderpokalschießen von April bis September gewannen Melanie Christ die Damenklasse, Andreas Voßkötter die Schützenklasse, Rudi Hirsch die Altersklasse und Norbert Hack die Pistolenklasse.
Beim Holle-Pokal am 26. Oktober gewann St. Anna die Mannschaftswertung der Schülerklasse sowie der Schützenklasse B. In der Altersklasse gingen sogar die Plätze eins und zwei der Mannschaftswertung nach Telgte; auch die Einzelwertung wurde gewonnen.
Die Jahresabschlussfeier am 5. Dezember 2009 fand in der Steenpoate statt. Den Hauptpreis – einen Tannenbaum – gewann Norbert Lange.


2010 – 50 Jahre Schießabteilung St. Anna Telgte
Das Jubiläumsjahr 2010 begann mit der Generalversammlung am 5. Februar. Schießmeister Olaf Strauß begrüßte 31 Mitglieder. Da keine Vorstandswahlen anstanden, standen vor allem die Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen der Schießabteilung im Mittelpunkt.
Vom 9. bis 11. April 2010 wurde das Jubiläum mit einem großen Jubiläumspokalschießen eröffnet. Insgesamt 118 Mannschaften gingen an den drei Tagen an den Start. Ausgeschossen wurden 18 Mannschafts- und 24 Einzelpokale. Die Siegerehrung fand am Sonntagabend statt.
Am 12. Juni 2010 folgte der große Jubiläumsball im Bürgerhaus Telgte. Eingeladen waren alle Mitglieder mit ihren Partnern sowie zahlreiche Ehrengäste. Ein besonderer Programmpunkt war die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden die Gründungsmitglieder Rudi Hirsch, Hans Hotte und Heinz Jürgens ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung erhielt außerdem Berni Busalski: Für seine Verdienste um die Schießabteilung wurde ihm das Ehrenkreuz des Sports in Gold verliehen.
Im Jubiläumsjahr blickte die Schießabteilung auf eine Entwicklung zurück, die 1960 mit einfachsten Mitteln begonnen hatte. Aus den elf Schützen des ersten Trainings am 24. Januar 1960 war über fünf Jahrzehnte eine feste und erfolgreiche Abteilung der St. Anna Bruderschaft geworden.
Die anlässlich des Jubiläums herausgegebene Festschrift dokumentiert diese ersten 50 Jahre von 1960 bis 2010 mit zahlreichen Berichten, Ergebnissen, Fotos und persönlichen Erinnerungen und bildet damit die Grundlage für die hier wiedergegebene Vereinschronik.

Für die Jahre 2011 und 2012 liegen derzeit keine Jahresberichte oder vergleichbaren Aufzeichnungen der Schießabteilung vor. Die ausführliche Chronik wird deshalb mit dem Schießsportjahr 2013 fortgesetzt.
2013 – Neustart der Chronik und sportliche Erfolge
Bei der Jahreshauptversammlung am 8. Februar 2013 begrüßte Schießmeister Thomas Lehmann die Mitglieder. Bei den Vorstandswahlen wurde Melanie Christ zur 2. Schießmeisterin gewählt. Norbert Lange übernahm das Amt des 1. Schriftführers, Inge Lange wurde als 1. Kassiererin gewählt und Rudi Hirsch zum 2. Kassenprüfer. Außerdem wurden der Jahresterminkalender und der Standaufsichtsplan für 2013 besprochen.
Bereits eine Woche später, am 15. Februar, fand die Vereinsmeisterschaft statt. Olaf Strauß wurde mit 138 Ringen Vereinsmeister, vor Manuela Stratmann mit 136 und Andreas Voßkötter mit 132 Ringen. Geschossen wurde in insgesamt elf Klassen. Ein bemerkenswertes Ergebnis erzielte Norbert Lange, der in der Altersklasse aufgelegt die maximal möglichen 150 Ringe erreichte.
Am 24. Februar 2013 beteiligte sich die Schießabteilung an der 1. Telgter Vereins- und Ehrenamtsbörse im Bürgerhaus. Gemeinsam mit zahlreichen Telgter Vereinen, Gruppen und Einrichtungen präsentierte sich St. Anna dort mit einem eigenen Informationsstand.
Bei der Bezirksmeisterschaft am 22. März gelangen zahlreiche Erfolge. In der Altersklasse aufgelegt belegten Norbert Lange, Olaf Strauß und Thomas Lehmann die ersten drei Plätze, die Mannschaft gewann ebenfalls. Weitere Mannschaftssiege gab es bei den Damen II aufgelegt, den Senioren II aufgelegt, den Damen I und mit der Luftpistole. Einzelsiege erreichten unter anderem Inge Lange, Franz-Josef Gerke, Rudi Hirsch, Manuela Stratmann und Olaf Strauß.
In den abschließenden Rundenwettkämpfen belegten die beiden Mannschaften in der Diözesanklasse die Plätze elf und 13. Die Luftpistolenmannschaft wurde Dritte; Olaf Strauß gewann mit 1.627 Ringen die Einzelwertung. In der Diözesanklasse aufgelegt erreichten die drei St.-Anna-Mannschaften die Plätze fünf, sieben und 14. Leonie Hildebrand belegte in der separaten Schülerwertung Platz acht.
Beim Landesbezirksschießen am 26. Mai auf dem ABC-Stand folgten weitere Erfolge. Franz-Josef Gerke gewann die Einzelwertung der Senioren I aufgelegt, Rudi Hirsch die Senioren II aufgelegt und Manuela Stratmann die Damen I. In der Damenklasse II aufgelegt siegte Inge Lange. Die Mannschaften der Senioren II, Damen I und Damen II aufgelegt erreichten jeweils den ersten Platz. Bei den Luftpistolenschützen wurde Olaf Strauß Zweiter; die Mannschaft belegte ebenfalls Platz zwei. Andreas Voßkötter erreichte außerdem im Olympisch Match mit 531 Ringen Platz fünf.
Am 16. Juni nahm die Schießabteilung mit einer Abordnung an den Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Spielmannszugs „Rote Husaren Telgte“ teil.
Bei den Bundesmeisterschaften im August und September erreichte die Damenmannschaft mit Doris Voßkötter, Manuela Stratmann und Melanie Christ mit 781 Ringen den sechsten Platz. In den Einzelwertungen belegten Doris Voßkötter Platz 15, Manuela Stratmann Platz 30 und Melanie Christ Platz 35. Außerdem starteten Andreas Voßkötter in der Schützen- und Luftpistolenklasse sowie Franz-Josef Gerke bei den Senioren I.
Neben dem Schießsport kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Am 19. Oktober trafen sich die Mitglieder zum Reibekuchenessen bei Rudi und Maria Hirsch und verbrachten anschließend gemeinsam den Abend in der Gartenhütte.
Beim Holle-Pokal am 10. November gewann St. Anna die Mannschaftswertung der Schützenklasse A; in der Einzelwertung gingen die Plätze zwei bis vier an die Schießabteilung. Die Altersklasse erreichte in der Mannschaftswertung den zweiten Platz. Darüber hinaus nahm St. Anna im Laufe des Jahres erfolgreich an mehreren regionalen und überregionalen Pokalschießen teil.

2014 – Thomas Lehmann an der Spitze und starke Aufgelegtschützen
Bei der Jahreshauptversammlung am 7. Februar 2014 wurde Thomas Lehmann zum 1. Schießmeister gewählt. Die Ämter des 2. Schriftführers und des 2. Kassierers blieben zunächst unbesetzt, Thomas Bahr wurde 2. Kassenprüfer. Dem Vergnügungsausschuss gehörten Reinhold Sloot, Rudi Hirsch und Melanie Christ an. Die Beitragssätze wurden unverändert beibehalten.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 14. Februar wurde Doris Voßkötter mit 137 Ringen Vereinsmeisterin. Insgesamt wurde in acht Klassen geschossen. Die Klassensiege gingen an Olaf Strauß in der Schützenklasse und mit der Luftpistole, Doris Voßkötter bei den Damen, Dagmar Plagge bei den Damen II aufgelegt, Norbert Lange in der Altersklasse aufgelegt, Franz-Josef Gerke bei den Senioren I aufgelegt sowie Heinz Beckhove und Rudi Hirsch in den Senioren-II-Disziplinen.
Auch die Bezirksmeisterschaft am 28. März verlief erfolgreich. Olaf Strauß gewann die Schützenklasse vor Andreas Voßkötter. In der Altersklasse aufgelegt gingen mit Norbert Lange, Thomas Lehmann und Reinhold Sloot die ersten drei Einzelplätze an St. Anna; auch die Mannschaft gewann. Weitere Einzelsiege erreichten Inge Lange bei den Damen II aufgelegt, Franz-Josef Gerke bei den Senioren I aufgelegt, Heinz Beckhove bei den Senioren II aufgelegt und Melanie Christ bei den Damen I. Die Senioren-II-Mannschaft gewann ebenfalls ihre Wertung.
Beim Abschluss der Rundenwettkämpfe im April belegte die erste Mannschaft in der Diözesanklasse Platz 13. Die Luftpistolenmannschaft erreichte den zweiten Platz, ebenso Olaf Strauß in der Einzelwertung. In der Diözesanklasse aufgelegt belegten die drei Mannschaften von St. Anna die Plätze fünf, neun und 14. Besonders weit vorne lag Norbert Lange mit Platz sieben in der Einzelwertung.
Beim Landesbezirksschießen am 10. und 11. Mai gewann die Mannschaft der Senioren I aufgelegt ihre Wertung; Franz-Josef Gerke wurde Zweiter der Einzelwertung. Rudi Hirsch gewann die Einzelwertung der Senioren II aufgelegt. Bei den Damen II aufgelegt wurde Dagmar Plagge Erste, auch die Mannschaft erreichte Platz eins. Manuela Stratmann belegte bei den Damen I Platz zwei. Bei den Luftpistolenschützen wurden Olaf Strauß und die Mannschaft jeweils Zweite. Andreas Voßkötter erreichte im Olympisch Match mit 515 Ringen den dritten Platz.
Bei den Bundesmeisterschaften im August und September vertrat Franz-Josef Gerke St. Anna in der Seniorenklasse I. Mit 291 Ringen belegte er unter 191 Teilnehmern den 108. Platz.
Von April bis September wurde außerdem das vereinsinterne Wanderpokalschießen ausgetragen. Beim Endkampf am 26. September gewann die Mannschaft mit Franz-Josef Gerke, Reinhold Sloot und Rudi Hirsch.
Am 4. Oktober feierten zahlreiche Mitglieder bei Rudi und Maria Hirsch im Garten Oktoberfest. Nach dem gemeinsamen Reibekuchenessen wurde „Cornhole“ gespielt, bevor der Abend gemütlich in der Gartenlaube ausklang.
Beim Holle-Pokalschießen am 9. November gewann die Altersklasse mit 857 Ringen die Mannschaftswertung. Auch die ersten drei Plätze der Einzelwertung gingen mit Franz-Josef Gerke, Thomas Lehmann und Franz-Josef Befeldt an St. Anna. Einen weiteren Mannschaftssieg gab es am 23. November beim Pokalschießen in Müssingen: Thomas Lehmann, Norbert Lange und Ingeborg Lange gewannen mit 440 Ringen.


2015 – Erfolgreiche Aufgelegtschützen und ein besonderer Geburtstag
Bei der Jahreshauptversammlung am 30. Januar 2015 wurde Melanie Christ als 2. Schießmeisterin wiedergewählt. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden Norbert Lange als Schriftführer und Inge Lange als Kassiererin. Dagmar Plagge wurde zur 2. Kassenprüferin gewählt. Dem Vergnügungsausschuss gehörten weiterhin Reinhold Sloot, Rudi Hirsch und Melanie Christ an. Die Beitragssätze blieben unverändert.
Am 7. Februar trafen sich die Mitglieder zur Jahresanfangsfeier bei Rudi und Maria Hirsch. Im zum Partykeller umfunktionierten Keller verbrachte man bei einem gemeinsamen Backschinkenessen einen gemütlichen Abend.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 13. Februar wurde zwischen freistehendem und aufgelegtem Vereinsmeister unterschieden. Olaf Strauß gewann freistehend mit 134 Ringen vor Melanie Christ mit 120 und Andreas Voßkötter mit 114 Ringen. Norbert Lange wurde mit 147 Ringen Vereinsmeister Auflage vor Rudi Hirsch mit 145 und Heinz Beckhove mit 143 Ringen. Insgesamt wurde in acht Klassen geschossen.
Bei der Bezirksmeisterschaft am 27. März gewann Andreas Voßkötter die Schützenklasse. In der Altersklasse aufgelegt gingen die ersten drei Plätze an Norbert Lange, Olaf Strauß und Thomas Lehmann; auch die Mannschaft gewann. Weitere Einzelsiege erzielten unter anderem Dagmar Plagge, Rudi Hirsch, Franz-Josef Gerke und Olaf Strauß. Die Seniorenmannschaft gewann ebenso ihre Wertung wie die Damen-I-Mannschaft und die Luftpistolenmannschaft. Andreas Voßkötter siegte außerdem im Olympisch Match.
In den Rundenwettkämpfen belegte St. Anna in der Diözesanklasse Platz zwölf. Die Luftpistolenmannschaft erreichte den zweiten Platz, Olaf Strauß wurde Vierter der Einzelwertung. In der Diözesanklasse aufgelegt belegten die beiden Mannschaften die Plätze acht und neun. Norbert Lange erreichte mit 1.750 Ringen Platz 13 der Einzelwertung.
Beim Landesbezirksschießen am 10. Mai gewann Franz-Josef Gerke die Seniorenklasse I aufgelegt und Rudi Hirsch die Seniorenklasse II aufgelegt. Die Senioren-II-Mannschaft mit Rudi Hirsch, Heinz Beckhove und Franz-Josef Gerke siegte mit insgesamt 877 Ringen. Auch die Damen-I-Mannschaft mit Manuela Stratmann, Doris Voßkötter und Melanie Christ gewann ihre Wertung. Die Luftpistolenmannschaft erreichte ebenfalls den ersten Platz; Olaf Strauß wurde Zweiter der Einzelwertung.
Ein besonderer Anlass abseits des Schießstandes war der 80. Geburtstag von Rudi Hirsch am 12. Juli. Die Schießabteilung nahm mit einer großen Abordnung an seiner Geburtstagsfeier teil. Neben Vertretern von Bund und Diözese sowie zahlreichen Gästen aus Familie und Nachbarschaft gratulierten auch der Spielmannszug Rote Husaren Telgte und die Kinder des Kindergartens mit musikalischen Ständchen.
Bei den Bundesmeisterschaften im August/September trat Franz-Josef Gerke in der Disziplin Luftgewehr aufgelegt in der Seniorenklasse I an. Mit 291 Ringen belegte er Platz 107 von 178 Teilnehmern.
Von April bis September wurde erneut das vereinsinterne Wanderpokalschießen ausgetragen. Der Endkampf fand am 25. September auf dem eigenen Schießstand statt. Im Jahresbericht wurden die Namen der siegreichen Mannschaft allerdings nicht eingetragen.
Am 3. Oktober feierten zahlreiche Mitglieder mit ihren Familien bei Rudi und Maria Hirsch im Garten. Der Vergnügungsausschuss bereitete Reibekuchen zu, anschließend wurde „Cornhole“ gespielt und der Abend gemeinsam in der Gartenlaube verbracht.
Beim Holle-Pokalschießen am 24. Oktober erreichte die Altersklasse mit 868 Ringen den zweiten Platz der Mannschaftswertung. Franz-Josef Gerke wurde mit 293 Ringen Fünfter, Gisela Sonnabend mit 289 Ringen Achte und Thomas Lehmann mit 286 Ringen Zehnter.
Beim Pokalschießen am 22. November in Müssingen belegte die Mannschaft mit Thomas Lehmann, Norbert Lange und Ingeborg Lange den zweiten Platz. Norbert Lange gewann die Einzelwertung.
2016 – Nachwuchs, Auflage und Luftpistole erfolgreich
Bei der Vereinsmeisterschaft am 12. Februar 2016 wurde in insgesamt zehn Klassen geschossen. Andreas Voßkötter wurde mit 137 Ringen Vereinsmeister freistehend, vor Olaf Strauß mit 131 und Manuela Stratmann mit 129 Ringen. Besonders eng fiel die Entscheidung bei den Aufgelegtschützen aus: Franz-Josef Gerke, Norbert Lange und Thomas Lehmann erzielten jeweils 147 Ringe. Mit 13 Zehnern gewann Franz-Josef Gerke vor Norbert Lange und Thomas Lehmann, deren Platzierungen über die Teilerwertung entschieden wurden.
Bei der Jahreshauptversammlung am 26. Februar wurde Thomas Lehmann als 1. Schießmeister wiedergewählt. Lydia Waring wurde zur 2. Kassenprüferin gewählt. Der Vergnügungsausschuss mit Reinhold Sloot, Rudi Hirsch und Melanie Christ wurde für zwei weitere Jahre bestätigt. Die Beitragssätze blieben unverändert.
Beim Bezirksschießen am 8. April zeigte sich erstmals wieder besonders deutlich der Nachwuchs: Ida Lehmann gewann die Schülerklasse mit 121 Ringen vor Maren Voßkötter mit 111 Ringen. Andreas Voßkötter gewann die Altersklasse stehend. In der Altersklasse aufgelegt belegten Thomas Lehmann, Norbert Lange und Reinhold Sloot die ersten drei Plätze; gemeinsam gewannen sie auch die Mannschaftswertung mit 441 Ringen.
Weitere Erfolge gab es bei den Senioren und Damen. Franz-Josef Gerke gewann die Seniorenklasse I aufgelegt, Rudi Hirsch die Seniorenklasse angestrichen. In der Damenklasse II aufgelegt gingen die ersten drei Plätze an Ingeborg Lange, Melanie Christ und Dagmar Plagge; gemeinsam gewannen sie auch die Mannschaftswertung. Olaf Strauß siegte in der Altersklasse Luftpistole vor Andreas Voßkötter.
Beim St.-Anna-Cup am 22. April wurde wieder nach dem K.-o.-Prinzip geschossen. Thomas Lehmann gewann vor Dagmar Plagge und Lydia Waring.
In den Rundenwettkämpfen belegte die freistehende Mannschaft in der Diözesanklasse Platz zwölf von 15 Mannschaften. Besonders erfolgreich waren erneut die Luftpistolenschützen: Die Mannschaft erreichte in ihrer Diözesanklasse den zweiten Platz, ebenso Olaf Strauß in der Einzelwertung. In der Diözesanklasse aufgelegt belegten die beiden St.-Anna-Mannschaften die Plätze neun und 14. Die dritte Auflagemannschaft erreichte in der Bereichsklasse Platz acht von 22 Mannschaften.
Beim Landesbezirksschießen am 5. Juni belegten Ida Lehmann mit 253 Ringen Platz zwei und Maren Voßkötter mit 249 Ringen Platz drei in der Schülerklasse. Andreas Voßkötter wurde in der Altersklasse freistehend Vierter. In der Altersklasse aufgelegt erreichten Andreas Voßkötter und Thomas Lehmann die Plätze vier und sechs. Einen weiteren Sieg holte Andreas Voßkötter mit der Luftpistole in der Altersklasse.
Beim vereinsinternen Wanderpokalendkampf am 23. September waren Rudi Hirsch, Franz-Josef Gerke und Reinhold Sloot die erfolgreichen Teilnehmer. Als Preis erhielten sie einen Präsentkorb mit internationalen Biersorten.
Am 1. Oktober veranstaltete die Schießabteilung ihr traditionelles Reibekuchenessen bei Maria und Rudi Hirsch. Zahlreiche Sportschützen und Familienmitglieder nahmen daran teil. Der Vergnügungsausschuss bereitete die Reibekuchen wieder „Open Air“ zu. Für Unterhaltung sorgte außerdem das von Reinhold Sloot gebaute Spiel „Cornhole“, bevor der Abend gemütlich in Hirschs Gartenlaube ausklang.
Der Jahresbericht wurde am 10. Januar 2017 abgeschlossen und von Norbert Lange als Schriftführer und Thomas Lehmann als Schießmeister unterzeichnet.
2017 – Nachwuchserfolge und Sieg mit der Luftpistole
Bei der Jahreshauptversammlung am 13. Januar 2017 wurde Melanie Christ erneut zur 2. Schießmeisterin gewählt. Franz-Josef Gerke wurde 2. Kassenprüfer, während Lydia Waring zur 1. Kassenprüferin aufrückte. Die Beitragssätze wurden beibehalten. Im Kassenbericht wurde festgehalten, dass der Kassenbestand aufgrund der Anschaffung von Munition und Scheiben etwas geringer ausgefallen war als im Vorjahr.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 24. Februar wurde in insgesamt zehn Klassen geschossen. Norbert Lange wurde mit 149 von 150 möglichen Ringen Vereinsmeister in der Disziplin Luftgewehr Auflage. Franz-Josef Gerke und Thomas Lehmann folgten mit jeweils 148 Ringen auf den Plätzen zwei und drei. In der Disziplin stehend frei gewann Andreas Voßkötter mit 138 Ringen vor Olaf Strauß mit 133 und Melanie Christ mit 131 Ringen.
Beim Bezirksschießen am 24. März setzte sich der Nachwuchs erneut erfolgreich durch: Ida Lehmann gewann mit 121 Ringen die Schülerklasse vor Maren Voßkötter mit 111 Ringen. Andreas Voßkötter gewann die Altersklasse stehend. In der Altersklasse aufgelegt belegten Thomas Lehmann, Norbert Lange und Reinhold Sloot die ersten drei Plätze und gewannen gemeinsam auch die Mannschaftswertung mit 441 Ringen. Franz-Josef Gerke siegte bei den Senioren I aufgelegt, Melanie Christ in der Damenklasse II stehend und Ingeborg Lange bei den Damen II aufgelegt. Auch die Damen-II-Mannschaft gewann ihre Wertung. Olaf Strauß belegte mit der Luftpistole in der Altersklasse den ersten Platz.
Beim St.-Anna-Cup am 5. Mai, der wieder nach dem K.-o.-Prinzip ausgetragen wurde, gewann Olaf Strauß vor Franz-Josef Gerke und Reinhold Sloot.
Besonders erfolgreich verliefen die Rundenwettkämpfe mit der Luftpistole. Während die freistehende Mannschaft in der Diözesanklasse Platz 13 von 15 Mannschaften belegte, gewann die Luftpistolenmannschaft mit 4.652 Ringen die Diözesanklasse. Olaf Strauß gewann mit 1.625 Ringen auch die Einzelwertung. In der Diözesanklasse aufgelegt erreichten die beiden St.-Anna-Mannschaften die Plätze fünf und 13.
Beim Landesbezirksschießen am 20. und 21. Mai gewann Ida Lehmann mit 268 Ringen die Schülerklasse aufgelegt, unmittelbar gefolgt von Maren Voßkötter mit 235 Ringen. In der Altersklasse aufgelegt erreichten Thomas Lehmann, Andreas Voßkötter und Norbert Lange die Plätze drei, sechs und acht; gemeinsam gewann St. Anna die Mannschaftswertung.
Weitere Erfolge gab es bei den Damen und mit der Luftpistole. Dagmar Plagge gewann mit 292 Ringen die Damenklasse II, Ingeborg Lange und Melanie Christ belegten die Plätze vier und fünf. Gemeinsam erreichten sie mit 850 Ringen ebenfalls den ersten Platz der Mannschaftswertung. Olaf Strauß gewann mit 274 Ringen die Altersklasse Luftpistole. Franz-Josef Gerke wurde bei den Senioren I aufgelegt Vierter und Rudi Hirsch bei den Senioren II Dritter.
Beim vereinsinternen Wanderpokalendkampf am 22. September gehörten Rudi Hirsch, Franz-Josef Gerke, Reinhold Sloot und Dagmar Plagge zu den erfolgreichen Teilnehmern, die sich von April bis zum Endkampf durchgesetzt hatten. Sie erhielten einen Präsentkorb mit internationalen Biersorten.
Im Oktober fand erneut das traditionelle Reibekuchenessen mit zahlreichen Sportschützen und Familienangehörigen im Garten von Maria und Rudi Hirsch statt. Der Vergnügungsausschuss bereitete die Reibekuchen „Open Air“ zu, und auch das von Reinhold Sloot gebaute „Cornhole“-Spiel kam wieder zum Einsatz. Anschließend verbrachten die Teilnehmer den Abend gemeinsam in der Gartenlaube.
2018 – Schützenkönig, Nachwuchssieg und neue Pokalrunde
Bei der Jahreshauptversammlung am 2. Februar 2018 wurde Thomas Lehmann als 1. Schießmeister wiedergewählt. Der Vergnügungsausschuss mit Reinhold Sloot, Rudi Hirsch und Melanie Christ wurde für weitere zwei Jahre bestätigt und durch Marlon Horn als Vertreter der Schülerschützen ergänzt. Stefan Mohring wurde zum 2. Kassenprüfer gewählt; Franz-Josef Gerke rückte zum 1. Kassenprüfer auf. Die Mitgliedsbeiträge blieben unverändert. Zugleich wurde festgelegt, dass der wöchentliche Trainingsbetrieb ab Februar nur noch freitags stattfinden sollte.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 2. März wurde in acht Klassen geschossen. Franz-Josef Gerke wurde mit 144 Ringen und einem 373er-Teiler Vereinsmeister in der Disziplin Auflage. Dagmar Plagge erzielte ebenfalls 144 Ringe und folgte mit einem 380er-Teiler auf Platz zwei, Andreas Voßkötter wurde mit 143 Ringen Dritter. In der Disziplin stehend gewann Olaf Strauß mit 135 Ringen vor Andreas Voßkötter und Melanie Christ.
Für das Bezirksschießen am 13. April lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresberichts noch keine offiziellen Endergebnisse vor. Nach den Angaben im Bericht fehlte seitens des Bundes ein entsprechendes Auswertungsprogramm; deshalb standen lediglich handschriftliche Ergebnislisten vom Schießstand zur Verfügung. Auf eine nachträgliche Rekonstruktion der Platzierungen wurde im Jahresbericht verzichtet.
Beim St.-Anna-Cup am 27. April, der erneut nach dem K.-o.-Prinzip ausgetragen wurde, gewann Norbert Lange mit 97 Ringen vor Thomas Lehmann mit 92 und Reinhold Sloot mit 91 Ringen.
In den Rundenwettkämpfen belegte die freistehende Damenmannschaft in der Diözesanklasse Platz 19 von 20 Mannschaften. Erfolgreicher verlief die Saison mit der Luftpistole: Die Mannschaft erreichte in der Diözesanklasse Platz zwei, während Olaf Strauß mit 1.597 Ringen die Einzelwertung gewann. In der Diözesanklasse aufgelegt belegten die beiden St.-Anna-Mannschaften die Plätze neun und 16.
Ein besonderer Höhepunkt des Vereinslebens war der Maigang mit Vogelschießen am 12. Mai. Die Mitglieder fuhren nach Westbevern zu Piesers Gasthaus, wo an der Vogelstange der erste Schützenkönig der Schießabteilung ermittelt wurde. Franz-Josef Gerke errang die Königswürde und führte damit für ein Jahr die Schießabteilung als Schützenkönig an. Die Veranstaltung wurde als Familientag mit Getränken, Kaffee und Kuchen sowie einem Grillbüfett gestaltet.
Beim Landesbezirksschießen am 16. Juni gewann Maren Voßkötter mit 274 Ringen die Schülerklasse Luftgewehr aufgelegt. Andreas Voßkötter belegte in der Altersklasse LG aufgelegt mit 286 Ringen Platz sieben, Franz-Josef Gerke wurde mit 283 Ringen Fünfter bei den Senioren I aufgelegt.
Am 24. August beteiligte sich St. Anna an einem Pokalschießen mit den Telgter Vereinen St. Hubertus Vechtrup, St. Rochus Verth-Schweihe und St. Anna Telgte. St. Anna gewann mit 417 Ringen vor St. Rochus mit 409 und St. Hubertus Vechtrup mit 335 Ringen. Das Pokalschießen sollte künftig jährlich fortgeführt werden.
Beim vereinsinternen Wanderpokalendkampf am 28. September gehörten Franz-Josef Gerke, Rudi Hirsch und Reinhold Sloot zu den erfolgreichen Teilnehmern. Gerke erzielte 1.162 Ringe, Rudi Hirsch 1.728 Ringe und Reinhold Sloot 1.717 Ringe.
Am 29. September fand erneut das traditionelle Reibekuchenessen bei Maria und Rudi Hirsch statt. Zahlreiche Sportschützen und Familienmitglieder nahmen teil. Der Vergnügungsausschuss bereitete die Reibekuchen wieder „Open Air“ zu; anschließend verbrachten die Teilnehmer den Abend gemeinsam in der Gartenlaube.
2019 – Sportliche Erfolge und neuer Schützenkönig
Das Schießsportjahr begann mit der Jahreshauptversammlung am 15. Februar 2019 auf dem Schießstand. Melanie Christ wurde dabei einstimmig als 2. Schießmeisterin wiedergewählt. Zum 2. Kassenprüfer wurde Olaf Strauß gewählt. Außerdem wurden Lydia Waring für 25 Jahre, Stefan Mohring für 30 Jahre sowie Martin Behnke und Dagmar Plagge für jeweils 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Die Mitgliedsbeiträge blieben unverändert. Zugleich begannen bereits die Planungen für eine gemeinsame Feier zum 60-jährigen Bestehen der Schießabteilung im Jahr 2020.
Bei der Vereinsmeisterschaft am 8. März wurde in neun Klassen geschossen. In der Auflagewertung siegte Dagmar Plagge mit 147 Ringen vor Franz-Josef Gerke mit 146 und Thomas Lehmann mit 144 Ringen. In der gemeinsamen Wertung LG/LP stehend gewann Manuela Stratmann mit 128 Ringen vor Andreas Voßkötter und Maren Voßkötter.
Beim Bezirksschießen am 12. April gelangen zahlreiche Einzelerfolge. Maren Voßkötter gewann die Schülerklasse, Thomas Lehmann die Altersklasse stehend, Franz-Josef Gerke die Seniorenklasse I aufgelegt und Rudi Hirsch die Seniorenklasse II. Melanie Christ gewann die Damenklasse II aufgelegt, Olaf Strauß die Altersklasse Luftpistole.
Ein gesellschaftlicher Höhepunkt folgte am 27. April beim Maifest in Westbevern. Bei Piesers Gasthaus wurde an der Vogelstange zum zweiten Mal der Schützenkönig der Schießabteilung ermittelt. Stefan Mohring setzte sich durch und löste damit Vorjahreskönig Franz-Josef Gerke ab. Das Maifest wurde als Familientag mit Kaffee, Kuchen und gemeinsamem Grillen gefeiert.
Sportlich brachte die Rundenkampfsaison weitere gute Ergebnisse. In der Diözesanklasse LG Auflage erreichte St. Anna Telgte I den 6. Platz unter 16 Mannschaften. In der Diözesanklasse Luftpistole wurde die Mannschaft Zweite; auch Olaf Strauß belegte in der Einzelwertung den 2. Platz. Die zweite und dritte Auflagemannschaft erreichten in der Bereichsklasse die Plätze 7 und 12. Der für den 3. Mai geplante St.-Anna-Cup musste dagegen wegen zu geringer Beteiligung ausfallen.
Auch beim Heidker Pokalschießen zu Pfingsten und beim Rochus-Pokalschießen Ende Juni war die Schießabteilung jeweils mit einer Mannschaft vertreten. Beim Landesbezirksschießen am 11. August in Horstmar gingen dagegen keine St.-Anna-Schützen an den Start. Das für August vorgesehene St.-Anna-Pokalschießen musste ebenfalls mangels Beteiligung abgesagt werden.
Am 31. August verband die Abteilung das traditionelle Reibekuchenessen mit der Nachfeier zum 60. Geburtstag von Dagmar Plagge. Beim abschließenden Wanderpokalendkampf am 27. September gewann Franz-Josef Gerke nach sechs Wettkämpfen mit insgesamt 1.771 Ringen vor Rudi Hirsch mit 1.711 und Reinhold Sloot mit 1.703 Ringen.
2020 – Jubiläumsjahr im Zeichen der Corona-Pandemie
Das Jahr 2020 sollte für die Schießabteilung ein besonderes Jahr werden: 60 Jahre Schießabteilung St. Anna Telgte 1960. Am 14. Februar 2020 fand noch die Jahreshauptversammlung auf dem Schießstand in der Don-Bosco-Schule statt. Für den 6. März waren die Vereinsmeisterschaften vorgesehen. Der weitere Jahreskalender enthielt unter anderem Bezirksmeisterschaften, den St.-Anna-Cup, das St.-Anna-Pokalschießen sowie eine Feier zum 60-jährigen Bestehen.
Mit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 wurde das geplante Vereins- und Veranstaltungsjahr erheblich beeinträchtigt. Ein späterer Rückblick der Schießabteilung hält fest, dass aufgrund der Pandemie die Veranstaltungen ausfielen; die Rundenwettkämpfe bildeten dabei eine Ausnahme. Auch das Jubiläumsjahr zum 60-jährigen Bestehen konnte deshalb nicht wie ursprünglich vorgesehen begangen werden.

2021 – Abschied und Neubeginn nach der Corona-Pause
Am 7. August 2021 verstarb im Alter von 86 Jahren Rudi Hirsch, eines der prägenden Mitglieder in der Geschichte der Schießabteilung St. Anna Telgte. Als Gründungsmitglied und langjähriger Schießmeister hatte er die Entwicklung der Abteilung über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet. 26 Jahre leitete er die Schießabteilung als Schießmeister. Sein größter persönlicher sportlicher Erfolg war der Bundessieg 1997.
Am 22. Oktober 2021 kam die Schießabteilung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammen. Neben Fragen zur zukünftigen Organisation der Schießabteilung und ihrem Verhältnis zur St.-Anna-Bruderschaft wurde auch die Wiederaufnahme des Vereinslebens vorbereitet.
Nach der langen pandemiebedingten Unterbrechung wurde am 30. Oktober 2021 der Schießstand wieder eingeräumt. Für den 5. November 2021 war anschließend der erste Trainingsabend vorgesehen. Damit begann die Rückkehr zum regelmäßigen Trainingsbetrieb.
Als nächster Termin wurde eine weitere Mitgliederversammlung für den 9. Dezember 2021 vorgesehen.
2022–2023 – Lücke in den Aufzeichnungen
Für die Jahre 2022 und 2023 liegen derzeit keine ausreichenden eigenen Aufzeichnungen der Schießabteilung vor, aus denen sich die Aktivitäten und sportlichen Ereignisse dieser beiden Jahre zuverlässig rekonstruieren lassen.
2024 – Veränderungen im Vorstand
Am 22. März 2024 fand die Jahreshauptversammlung der Schießabteilung statt. Zehn Mitglieder nahmen an der Versammlung teil. Bei den Wahlen wurde Thomas Lehmann als 1. Schießmeister wiedergewählt. Zum 2. Schießmeister wurde Andreas Voßkötter gewählt. Ingeborg Lange wurde als Kassiererin bestätigt, Melanie Christ übernahm das Amt der Schriftführerin.
Eine Veränderung gab es auch bei der Organisation gemeinschaftlicher Veranstaltungen. Die Versammlung beschloss, künftig keinen eigenen Vergnügungsausschuss mehr zu wählen. Veranstaltungen sollten stattdessen gemeinsam in den Mitgliederversammlungen besprochen und ausgearbeitet werden.
Die Mitgliedsbeiträge wurden einheitlich auf 10 Euro festgelegt. Als Kassenprüfer rückte Lars Kuhlmann an die erste Position auf; Dagmar Plagge wurde zur zweiten Kassenprüferin bestimmt.
Für das weitere Schießsportjahr waren unter anderem die Bezirksmeisterschaft am 26. April sowie das traditionelle Reibekuchenessen am 25. Mai bei Dagmar Plagge vorgesehen.
Damit enden die derzeit vorhandenen schriftlichen Aufzeichnungen zur Chronik der Schießabteilung.

